Impuls #15: (Un-)dankbarkeit

von Julia Schmidt

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2017 Fastenimpuls #15
Mi., 29. März 2017
Julia Schmidt

Undankbarkeit und Dankbarkeit – Begriffe, die in unserem Leben eine wichtige Rolle spielen. Jeder kennt sie.

Viel zu oft sieht man im Leben nur die Dinge, die man nicht hat, anstatt sich an dem zu erfreuen, was man hat, was man sich leisten kann, womit man gesegnet ist. Wir halten vieles für selbstverständlich, wenn wir vergessen uns bewusst zu sein, wie gut es uns geht.

Täglich hört man Sätze wie: ,,Ich hab Kopfschmerzen, ich hab in der Nacht nicht geschlafen" oder ,,Das Essen hat gestern nicht geschmeckt" usw.

Dabei sollte man jedoch darüber nachdenken, wie viele sich über das Leben, was wir führen, freuen würden. Alle die, die nachts nicht sicher in ihrem Bett schlafen können, weil Krieg herrscht oder weil das Geld für ein warmes Haus nicht da ist. Alle die, die nicht täglich ein warmes Essen bekommen, weil sich niemand Zeit für ihr Wohlergehen nimmt oder all jene, die für das nötige Geld hart arbeiten müssen und deshalb nicht viel Zeit haben.

Über den ganzen Tag verteilt, vom Öffnen der Augen in der Früh bis zum Einschlafen am Abend, kommen wir in Situationen, die wir nicht zu schätzen wissen, die wir für selbstverständlich halten, obwohl wir einfach nur Glück haben. Morgens sollte man dafür dankbar sein, dass man heil in der Schule oder am Arbeitsplatz angekommen ist, anstatt sich über das Wetter zu beschweren, denn auch das ist keine Selbstverständlichkeit.

Man kann von Glück reden, wenn man nicht auf dem Weg zur Arbeit in einen Unfall gerät, wenn man Kleidung tragen kann, die den Temperaturen entsprechend sind, wenn man morgens gesund aufwacht, zur selben Zeit, zu der andere ihren letzten Atemzug nehmen.

Auch für das, was man hat und was man ist, für Freunde, für Sicherheit, für Glück und für Gesundheit sollte man dankbar sein.