Vorstellung Tobias Kölling

Tobias Kölling (c) Uwe Rieder
Tobias Kölling
Datum:
So 30. Aug 2020
Von:
Filippo Soro

Liebe Eschweilerinnen und Eschweiler!

Ab 1. September 2020 gehöre ich ganz offiziell zum großen Team der Kirche in Eschweiler, die in, für und mit den Menschen in Eschweiler arbeiten. Ich werde mich vor allem um die Themen Jugend und Öffentlichkeitsarbeit kümmern – und mich dazu natürlich erstmal umsehen. Mein Büro habe ich in Dürwiß (Dürwißer Kirchweg 1b).

Ich heiße Tobias Kölling und bin 40 Jahre alt. Seit über 20 Jahren bin ich getauft und gefirmt. Direkt danach begann ich Theologie zu studieren; bis zum Vordiplom in Münster, dann habe ich mein Diplom in Bonn gemacht. Parallel habe ich lange im Kino gearbeitet und dort viele weitere Erfahrungen mit Menschen gemacht; vor allem habe ich dort gelernt ‚mit den Augen von Kunden‘ zu sehen. Und seit 2013 bin ich im Bistumsdienst; zuerst in der Assistenzzeit in Aachen West und der Katholischen Studentengemeinde, dann vier Jahre in Viersen für gemeindliche Jugendarbeit und eine regionale Jugendkirche, sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Im letzten Oktober habe ich geheiratet und bin grade frisch mit meiner Frau in Aachen zusammengezogen, so dass wir über acht Jahre Fernbeziehung endlich beenden können. Umso schöner, dass sich dann auch eine passende Stelle in Eschweiler fand.

Neben der Arbeit vor Ort bin ich gewähltes Mitglied in der Berufsgruppenvertretung der PastoralreferentInnen, schreibe manchmal für raumrauschen.de und mache eine Ausbildung in klientenzentrierter Kommunikation (Carl Rogers) für die Seelsorge.

Privat spaziere ich gerne, fotografiere und schreibe, und sammele Filme, Hörspiele und Bücher. Und kümmere mich um Wilma, eine schwarze Katze.

Ich bin sehr gespannt, was ich in Eschweiler vorfinden werde. Mit Blausteinsee und Inde habe ich schon erste Wanderziele entdeckt, das Projekt „Heute-beim-Bier“ war mir bis Viersen positiv aufgefallen und der Plan hauptamtlich alle drei GdGs von Eschweiler gemeinsam in den Blick zu nehmen war mir sehr sympathisch.

Was ich selber mitbringe, kann ich erstmal nur andeuten: Mir ist in meiner Arbeit wichtig, dass all das, was wir glauben, auf vielen Ebenen erfahrbar, erlebbar ist: In der Begegnung zwischen zwei oder mehr Menschen, in den verschiedensten Kontexten von Kunst und Kreativität (Texte lesen und schreiben, Musik, Theater, Filme).

Dabei habe ich für mich ein „sowohl-als-auch“ entdeckt:

 

  • Natürlich geht es nicht darum etwas einfach hinzuschludern – zugleich aber lässt sich im scheinbar „Unperfekten“ oft das tiefer liegende Perfekte entdecken.
  • Natürlich geht es um ein Erinnern von Traditionen, aber auch um das Entdecken unerwarteter Möglichkeiten.
  • Natürlich kann ich mein Wissen und meinen Glauben weitergeben, aber wie oft schon haben mich gerade unerwartete gemeinsame Entdeckungen oder Sätze meines Gegenübers überrascht und auf einen neuen Weg gebracht. Dialog ist für mich, wenn beide durch eine Begegnung verändert werden können.

Freude ist mir dabei besonders wichtig. Zu meinen Lieblingszitaten gehört der Satz von Teilhard de Chardin, dass Freude ein untrügliches Anzeichen der Anwesenheit Gottes ist.

Zuletzt: Mich prägte sehr, als ich im Studium lernte, dass Gott Liebe ist - und Liebe das "Anerkennen des Anderen als Anderen". Und dass jeder, der das erlebt, Freiheit erlebt. Das kannte ich selbst: Mit zwölf Jahren fragten mich Menschen vom evangelischen Campingprojekt "Kirche unterwegs" ob ich nicht mitmachen wollte. "Ich bin doch nicht getauft" sagte ich. Und man sagte sofort "Das macht überhaupt nichts. Wenn Du mitmachen willst, freuen wir uns." - Dieses Gefühl, ganz unkompliziert aufgenommen zu werden, habe ich bis heute nicht vergessen. Und möchte es in meiner Arbeit gerne weitergeben. Denn davon bin ich überzeugt: Jeder von uns ist ein Original – keiner eine Kopie.

Das alles wird jetzt unter Corona-Bedingungen natürlich eine Herausforderung. Daher tüftele ich schon, wie ein Einstieg, ein gegenseitiges Kennenlernen gut machbar ist. Ich lass mir was einfallen – versprochen! In jedem Fall freue ich mich auf die Arbeit in
Eschweiler sehr!

 

Bis bald!

Ihr Tobias Kölling