Neue Grabformen auf dem Friedhof Dürener Straße

Nachtisch auf der Domplatte (c) St. Peter und Paul
Nachtisch auf der Domplatte
Mo 29. Jun 2020
Filippo Soro

Die Beerdigungskultur ist ein wichtiger Bestandteil der christlichen Glaubenspraxis. Der Friedhof soll ein Ort sein, an dem würdevoll mit den Verstorbenen umgegangen wird, und gleichzeitig aber auch ein Ort für die Lebenden, wo sie ihrer Trauer Raum geben können. Der gesellschaftliche und demografische Wandel bringt aber auch spürbare Veränderungen in die Begräbniskultur unserer Zeit. Die Hinterbliebenen fragen vermehrt nach Bestattungs- und Grabformen, die wenig bis keine Pflege seitens der Familie erfordern. Oftmals spielt bei solchen Fragen auch das Alter der Angehörigen oder ein Wohnort außerhalb Eschweilers eine wichtige Rolle.

Nach umfassenden Beratungen und Vorbereitungen hat der Friedhofsausschuss nun diesen immer größer werdenden Wunsch nach pflegeleichten oder pflegefreien Grabformen aufgegriffen und neue Bestattungsarten entwickelt. Diese können ab sofort erworben werden.

 

Bestattung im Urnengarten

Urnengarten (c) St. Peter und Paul
Urnengarten

In einem wunderschön gestalteten Urnenfeld direkt neben der Friedhofskapelle werden das ganze Jahr hindurch Blumen und Sträucher blühen. Die Urnen der Verstorbenen werden in diese Beete eingesetzt. Die Kirchengemeinde gewährleistet dauerhaft die Pflege des Urnengartens. Die Namen der Verstorbenen werden auf
Alutäfelchen an besonderen Stein-Stelen anbracht, welche leider aufgrund der Corona-Pandemie im Augenblick noch nicht lieferbar waren.

Weitere neue pflegefreie Grabformen

Mit dem Begriff „amerikanische Bestattung“ bezeichnet man umgangssprachlich jene Gräber, bei denen eine bodengleich eingelassene Steintafel auf den Namen des Verstorbenen hinweist, sich ansonsten aber rundherum nur einheitliche Rasenfläche befindet. Zu dieser auch weiterhin möglichen Bestattungsform „Reihengrab mit liegender Gedenktafel ohne Gestaltung“ hat der Friedhofsausschuss nun zwei weitere Varianten hinzugefügt: die sogenannten „Petrusgräber“ für Urnenbestattungen sowie die sogenannten „Paulusgräber“ für Sargbestattungen. Bei diesen beiden neuen Varianten wird die Pflegefreiheit durch ansprechende kleine individuelle Gestaltungsmöglichkeiten ergänzt.

Partner Petrusgrab

Partnergrab (c) St. Peter und Paul

Paulusgrab – Sargbestattung

Beim „Paulusgrab“ befindet sich auf der Bodenplatte, die bodengleich eingesenkt ist, noch ein senkrecht stehendes Denkmal. Dieses bietet im Rahmen einiger Vorgaben die Möglichkeit der individuellen Gestaltung. Außerdem gewährleistet die Bodenplatte ausreichend Platz, um eine Vorrichtung zum Aufstellen von Blumen bzw. einer Grablampe anzubringen.

Da durch die Corona-Pandemie leider große Lieferschwierigkeiten für die Marmorsteine bestehen, konnten wir noch kein fertiges Paulusgrab fotografieren.

Am Freitag, 10. Juli, wird um 15.00 Uhr der neue Urnengarten im Rahmen einer kleinen Andacht durch Pfr. Michael Datené eingesegnet

Auch die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung werden an diesem Termin vor Ort sein und stehen im Anschluss gerne bereit, um die Fragen der interessierten Besucher zu beantworten. Ebenso können zu dieser Gelegenheit auch die weiteren neuen Bestattungsformen (Petrus- und Paulusgrab) besichtigt werden.

Nach Rücksprache mit dem Büro der Friedhofsverwaltung können ggf. auch weitere Termine zur Besichtigung der neuen Grabformen vereinbart werden.