Ladenhüter

Maria und Jesus (c) St. Michael
Maria und Jesus
So., 25. Nov. 2018
Filippo Soro

Krippenfiguren laden in der Fußgängerzone zum Nachdenken ein

Die Adventszeit beginnt. Für die Geschäfte beginnt das Fest schon lange vor dem eigentlichen Fest. Und das sei ihnen auch gegönnt. Aber dennoch ist der Shopping-Wahn gerade vor den Weihnachtstagen bedenklich.

Mit einer ganz besonderen Installation will unsere Pfarrgemeinde St. Peter und Paul die einkaufenden Scharen genau dazu einladen: nachzudenken über das, was wir uns für das große Fest der Liebe ins Haus holen – und was nicht. War nicht die heilige Familie auch vor mehr als 2000 Jahren ganz an den Rand gedrängt und wie ein Ladenhüter im hintersten Kämmerchen in Vergessenheit geraten?

Mitten in der Einkaufszone im leerstehenden Schaufenster Grabenstraße 39 (ehemals Metzgerei Breuer) sollen die Passanten stutzig werden. Was steht im Mittelpunkt deines vorweihnachtlichen Rummels? Das ist die Frage, hinter die unsere Krippenfiguren aus St. Peter und Paul ein großes Fragezeichen setzen wollen.

Was ist uns an Weihnachten wichtig – und was lassen wir im Laden zurück? Was liegt in unserer Krippe, in unserem Herzen: der „holde Knabe im lockigen Haar“ oder die großen und kleinen Geschenke?

Ein großes Dankeschön allen Ideengebern für diese innovative Idee – und vor allem an Claudia Houben und Monika Dickmeis für die Umsetzung!

Michael Datene, Pfr.